Senioren feiern im Seniorenheim Neustrelitz
Auch wenn sich vor den Türen des Neustrelitzer Pflegezentrums „Luisendomizil“ das Aprilwetter mit Wind, Regen- und Hagelschauern austobte, nutzten die 80 Bewohner des DRK-Seniorenheims einige gemütliche Stunden für ein zünftiges Frühlingsfest im großen Gemeinschaftsraum. Bei Kaffee und Kuchen sorgte der Camminer Musiker Roland Röseler für beste Unterhaltung. Richtig schwungvoll wurde es mit der Volkstanzgruppe Triepkendorf. Mit nordischen Tänzen schafften die Frauen und Männer nicht nur die Bewohner zu begeistern, sondern auch teilweise mitzureißen. So mischen sich einige Bewohner und Pflegefachkräfte unter die Trachtengruppe und tanzen mit ihnen gemeinsam bei heiterer Musik. Für die Frauen und Männer gehören Geselligkeit und Feste des Jahreskreises zum täglichen Leben im Luisendomizil. Der nächste große Höhepunkt ist der „Tag der Begegnung“ am 12. Mai. Hier können Angehörige und Freunde der Bewohner sowie Interessierte sich die Pflegeeinrichtung und den Alltag näher anschauen.
Erste Hilfe für Vorschulkinder
„Kenn ihr denn die Notrufnummer“, wollte Rettungsassistent Martin Möller von den Vorschulkindern der DRK-Kita „Haus Sonnenschein“ in der Warener Goethestraße wissen. Einhellig kam die prompte Antwort der 15 Mädchen und Jungen, die im Spätsommer eingeschult werden. „Richtig, die 112 – super“, lobte der erstaunte Rettungsdienstler die Kinder. Nun galt es, die Wundversorgung von vermeintlich verletzten Kindern zu üben. Schnell fanden sich Freiwillige mit Schnittverletzungen am Arm oder jene, die diese versorgen wollten. Mit präziser Genauigkeit legten die kleinen Ersthelfer die Verbände an. Aber auch die Versorgung von frierenden Patienten und die Behandlung von Brandverletzungen klappten bei den Vorschulkindern bereits sehr gut. So blieb Rettungsassistent Möller nur den Kindern mit einer kleinen Urkunde als befähigte kleine Ersthelfer auszuzeichnen.
Ostern in der Kita Waren
Da hatte sich der Osterhase aber ein Aprilwetter ausgesucht. Doch das war den Mädchen und Jungen der DRK-Kita „Haus Sonnenschein“ in Waren (Müritz) egal – Hauptsache er kommt und bringt bunte Ostereier mit. Und das tat er auch. Für die Kleinsten suchte er sich trockene Verstecke in den Gruppenräumen. Die größeren Kinder versuchten ihr Glück am Rosengarten und wurden natürlich auch hier belohnt. Hier und da tauchten kleine Osternester auf, die mit leckeren Naschigkeiten bestückt waren. Der Dank – große leuchtende Kinderaugen und braune Schokomünder.
erfolgreiches Reaudit für Rettung und Pflege
„Hinter uns liegen 16 Tage, an denen wir wieder auf Herz und Nieren überprüft wurden“, resümierte am Donnerstag Uwe Jahn. „Doch nun freuen wir uns auf die Auswertung der Re-Zertifizierung“, so der DRK-Geschäftsführer an der Mecklenburgischen Seenplatte. Bereits seit vier Jahren lässt sich das hiesige Rote Kreuz die Qualität und die Richtlinien zum Arbeits- und Gesundheitsschutz durch unabhängige Gutachter zertifizieren. Hierfür kam Cornelia Peter von der Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS) an die Seenplatte, um im Stichprobenfahren die Umsetzung der DIN ISO9001:2008 sowie die MAAS-Richtlinien zu überprüfen. „Durch die DQS wurden die beiden Rettungswachen in Neustrelitz sowie die Rettungswachen Mirow und Waren/Nord ausgewählt“, erklärte die Gutachterin. Im Bereich der Pflege kam das Audit auf die ambulante Pflege in Woldegk, Neustrelitz und Röbel als auch auf das neue Neustrelitzer Pflegeheim „Luisendomizil“ mit der stationären Pflege und dem Hospiz zu. „In den zwei Wochen der Wiederbegutachtung bin ich in die große DRK-Familie eingetaucht und habe das gute Klima durch Mitarbeiterförderung und Kundenorientierung miterleben dürfen“, zeigte sich Cornelia Peter begeistert. So lief neben dem Audit das normale Tagesgeschäft weiter. Überrascht zeigte sich die DQS-Mitarbeiterin von der Flexibilität des DRK, als bei einem Großeinsatz in Boek noch zusätzlich Mittag und Abendbrot für 80 Einsatzkräfte benötigt wurden. Hier konnten die Ehrenamtlichen des Müritzer Betreuungszuges auf die strukturierten Rot Kreuz-Ressourcen zurückgreifen. „Ich denke, wir können das Ehrenamt in naher Zukunft mit in die Zertifizierung einbeziehen“, so die Gutachterin. Auch wenn die Re-Zertifizierung ohne Abweichungen gemeistert werden konnte, standen einige Verbesserungsvorschläge auf dem Bericht der DQS. „Und das ist auch gut so, denn wir wollen weiterhin Ziele haben, die wir umsetzen wollen“, so Uwe Jahn. Eines der großen Ziele wurde bereits erreicht, denn die erst vor einem Jahr eröffnete ambulante Pflege in Woldegk konnte die DRK-Richtlinien verinnerlichen und sich in der Region sehr gut etablieren. Zahlreiche Alleinstellungsmerkmale, die das DRK ausmachen, konnten über die Jahre in allen Bereichen durch die 700 Mitarbeiter realisiert werden.
Wohnhausexplosion in Boek
DRK-Betreuungsdienst Müritz im Einsatz
Es war ein dumpfer, aber heftiger Knall, der am 21. März die Bewohner in Boek aus dem nächtlichen Schlaf riss. In dem kleinen Ort bei Rechlin in der Müritzregion ist gegen 4 Uhr ein Wohnhaus explodiert. Lediglich ein riesiger Berg aus Schutt, Asche und Trümmern zeugte von dem einstigen Einfamilienhaus. Zu diesem Zeitpunkt befand sich noch ein Ehepaar verschüttet und den eingestürzten Wänden, Balken und Mauern. Neben den örtlichen Feuerwehren, dem DRK-Rettungsdienst, dem THW Waren und zweier Rettungshundestaffeln kam auch der Müritzer Betreuungsdienst zum Einsatz. Aufgabe für die ehrenamtlichen Helfer war es, für die über 60 Einsatzkräfte während des stundenlangen Einsatzes die Versorgung sicher zu stellen. Unter der Leitung von Ronald Urbaniak wurden wärmender Kaffee, Kaltgetränke sowie Frühstück und Mittag vorbereitet und den Helfern zur Verfügung gestellt. Während der Ehemann nach wenigen Minuten gerettet werden konnte, wurde die Frau erst nach 14 Stunden leblos aus dem ehemaligen Schlafzimmer geborgen.
Jahresrückblick 2011 des stationären Hospiz
„Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die Überzeugung, das etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht!“
Das Jahr 2011 ist zu Ende gegangen und wir blicken zurück auf unsere wichtigsten Momente und bewegendsten Ereignisse. Doch was ist eigentlich passiert 2011? Nach Monaten der Baumaßnahmen eröffnete am 01.06.2011, bei strahlenden Sonnenschein und etwa 150 Gästen, das stationäre Hospiz des DRK Kreisverbandes Mecklenburgische Seenplatte. Auch der erste Bewohner zog an diesem Tag in unser Haus und so nahm auch das Team aus engagieren Mitarbeitern seine Arbeit auf. Die Zusammenarbeit von medizinischem Fachpersonal, Sozialpädagogin, Seelsorgern und Ehrenamtlichen musste entstehen und ausgebaut werden. In gleicher Weise ebenfalls das Netz aus Palliativ- und Hausärzten, Sozialdiensten der Krankenhäuser, Apotheken und Sanitätshäusern, damit die Schwestern des Hospizes im Bedarfsfall zeitnah auf die Wünsche und Bedürfnisse unserer Bewohner reagieren können. Das, so können wir nun rückblickend sagen, gelang bereits nach kurzer Zeit und wird im Zuge unserer Arbeit kontinuierlich optimiert. In diesem Sinne möchten wir unseren Jahresrückblick nutzen, um uns bei den vielen hilfsbereiten Hausärzten zu bedanken. Unser besonderer Dank gilt hierbei Dipl. Med. Thomas Richter und Dipl. Med. Nils Schmidt, die in Bezug auf Schmerztherapie jederzeit als unsere Ansprechpartner fungieren. Auch die Möglichkeit der Inanspruchnahme des SAPV – Teams um Dr. Göpel sei hier erwähnt, das im Bedarfsfall einer (komplizierten) Schmerzbehandlung seine Hilfe anbietet.
Da ein Hospiz für viele Menschen ein Ort ist, der Ängste und viele Fragen aufwirft, einigten wir uns im Team auf einen „Tag der Begegnungen“, um uns diesen Fragen zu stellen und Ängsten zu begegnen.
Zahlreiche Gäste folgten am 19.10.2011 unserer Einladung, bei Kaffee, selbstgebackenem Kuchen und gespendeten Honiggläsern der Imkerei Sump, um Fragen zu stellen und ihrem Interesse an der Einrichtung unseres Hauses nachzukommen.
Nun können wir sagen, dass wir bereits vielen Menschen auf ihrem letzten Lebensweg mit familiärer Fürsorge und professioneller Sterbebegleitung, zur Seite gestanden haben. Darüber hinaus soll das Hospiz auch für die Hinterbliebenen als Ort verstanden werden, den sie zur Erinnerung an besondere Momente oder einfach nur für ein Gespräch mit den Mitarbeitern, jederzeit aufsuchen können.
Wir als Mitarbeiter des Hospizes, möchten diesen Rückblick nutzen, um uns vor Allem bei unseren Gästen und ihren Familien zu bedanken: für ihr entgegengebrachtes Vertrauen, ihre Zeit und für die vielen Rückmeldungen, die uns täglich motivieren und uns wissen lassen, dass unsere Arbeit wichtig und wertvoll ist.
Abschließend gilt unser Dank auch den vielen kleinen und großen Förderern unseres Hauses, die uns mit ihrer Spende unterstützen und so Zeit und Ruhe für unsere Gäste schenken. Denn neben der Linderung von Schmerzen und anderen belastenden körperlichen Symptomen, kommt es bei der Pflege am Lebensende auf Mitmenschlichkeit, Ruhe und vor allem auf das füreinander Dasein an, als ein auf den ersten Blick notwendig erscheinenden Aktionismus.
Im Hinblick auf die Arbeit im Jahr 2012, haben wir uns vorgenommen, weiterhin die Menschen in unserer Obhut mit viel Zuversicht und in Geborgenheit zu betreuen.
Auch möchten wir anderen Menschen die Möglichkeit geben, in unserem Haus ehrenamtlich tätig zu werden. Haben Sie Interesse an einem Ehrenamt, so freut sich unsere Sozialarbeiterin des Hauses, Yvonne Bendrich auf ein Gespräch. Sie ist unter der Telefonnummer 03981 34904229 in der Woche tagsüber zu erreichen.
Neuer Kurs für pflegende Angehörige
Immer mehr Angehörige werden damit konfrontiert, erkrankte Familienmitglieder in der Häuslichkeit zu pflegen. Aus diesem Grund organisiert die ambulante Pflege des Deutschen Roten Kreuzes seit einigen Jahren „Kurse für pflegende Angehörige“. „Die ersten Kurse, die wir im Gebäude des Röbeler Gesundheitsdienstes ,Pflege daheim‘ veranstaltet haben, wurden durch viele Frauen und Männer dankend angenommen“, so DRK-Pflegedienstleiterin Katharina Birich. Angehörigen soll die Möglichkeit gegeben werden, kranken oder älteren Familienmitgliedern helfend zur Seite zu stehen. Hierfür wird durch das Deutsche Rote Kreuz ein kostenfreier Kurs für „pflegende Angehörige“ angeboten. „Vielen Teilnehmer konnten wir bereits das nötige Wissen vermitteln“, erklärte Katharina Birich. „Durch den guten Zuspruch, den die ersten Kurse erfahren haben, wird es ab dem 02. Februar einen weiteren Lehrgang geben.“ Hierfür können sich Interessierte telefonisch unter (039931) 52274 anmelden. In dem durch die Krankenkassen finanzierten Pflege-Kurs geben examinierte Fachkräfte wichtige Tipps für den richtigen Umgang mit kranken oder behinderten Menschen in der Häuslichkeit. Weiterhin werden Entlastungsvorschläge gegeben, die bei der schweren körperlichen und seelischen Anforderung hilfreich sind.




