"Sturmvogel 1" getauft

 

Die Mannschaft ist sich einig, dass das Boot den Namen ,Sturmvogel‘ wirklich verdient“, beendete Uwe Jahn am Montag seine Festrede zur Taufe des neuen Rettungsbootes, das die DRK Wasserwacht offiziell um 15 Uhr in Dienst gestellt hat. Wie offiziell es werden sollte ahnte zu diesem Zeitpunkt noch keiner der geladenen Rotkreuzler und Gäste am Wasserrettungszentrum im Kameruner Weg von Waren (Müritz). Ankunft und Begrüßung, Festrede und Grußworte, feierliche Taufe und Prüfung der Bootstauglichkeit standen auf dem Programm. Doch das um 15:42 Uhr eine Alarmierung zu einem realen Einsatz kommen würde, war nicht geplant.

„Fieberkrampf eines 18 Monate alten Kindes auf einem Fahrgastschiff“, stand auf den Funkmeldern von Bill Krüger und Jan Bröcker. Binnen weniger Sekunden wurde der 250 PS starke Motor gestartet und Kurs auf den Bolter Kanal genommen. Unterdes gaben DRK-Geschäftsführer Uwe Jahn und Michael Neumann, Leiter der Wasserwacht, den Gästen bereitwillig Auskunft über das neue Rettungsboot. „Wie immens wichtig eine effiziente Wasserrettung ist, zeigen die aktuellen tödlichen Badeunfälle auf Rügen und in Warnemünde“, so Uwe Jahn. „140.000 Euro haben wir als Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte in dieses Boot investiert, damit unser Team zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist und sie immer gesund nach Hause kommen“, informierte der Geschäftsführer über das seetaugliche Boot der Firma Alunaut aus Estland. „Da die Rettungsboote in der Regel zum Einsatz kommen, wenn schlechtes Wetter vorherrscht, und das geht auf der Müritz sehr schnell und wird von vielen Bootsführern und Paddlern unterschätzt, sind für unser Team viele Kriterien wichtig“, so Uwe Jahn und zählte unter anderem gute Manövrierfähigkeit, Befahren von Flachwasserbereichen, Leichtes bergen von Personen aus dem Wasser und gute technische Ausstattung wie Sonar, Seefunk, BOS Funk, GPS etc. sowie Problemloses heranfahren an andere auf. Diese Vorgaben wurden nach dem Okay der Mitglieder des Kreisverbandes und der Bereitstellung der finanziellen Mittel in die Planung genommen.

Doch das Stöbern im Internet brachte mehr Fragen als Antworten und so entschlossen wir uns, im Januar 2016 zur internationalen Bootsmesse nach Düsseldorf zu fahren. Nach vielen Besichtigungsstunden wurde das Team fündig und fand ein Boot, welches unseren hochgesteckten Anforderungen entsprach. Den Alunaut A8 RIB der Firma Alunaut von Mark Muru aus Estland. „Da das Alunaut A8 acht Meter lang und somit zu groß für unser Bootshaus war und auch ein klein wenig über unserem Budget lag, baute uns Mark Muru ein auf unsere Vorstellungen abgestimmtes Boot. Den Alunaut A7 RIB SAR, das Erste seiner Art“, freute sich Uwe Jahn. Über weitere technische Details konnte anschließend Bootsführer Bill Krüger Auskunft geben, denn nach einer Stunde kehrte das Team wohlbehalten nach der Versorgung und Übergabe des kleinen Patienten an die Landrettung zurück zum Wasserrettungszentrum.

 

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