DRK Rettungsdienst an der Mecklenburgische Seenplatte
12 DRK Rettungswachen an der Müritz und in Mecklenburg-Strelitz
Das Deutsche Rote Kreuz sichert den qualifizierten Krankentransport sowie den Rettungsdienst an der Mecklenburgischen Seenplatte ab. Für die Notfallrettung werden die RW Bollewick, RW Feldberg, RW Friedland, RW Malchow, RW Marihn, RW Mirow, RW Neustrelitz/Süd, RW Neustrelitz/Nord, RW Nossentiner Hütte, RW Waren (Müritz) Ost, RW Waren (Müritz) Nord und RW Wesenberg vorgehalten. Weiterhin gibt es den Christoph 48 auf der Rettungshubschrauberstation in Neustrelitz.
Seit Jahren zeigt sich das Deutsche Rote Kreuz auch für den Rettungsdienst auf dem 3800 Quadratkilometer großen Einsatzgebiet in den Landkreisen Mecklenburg-Strelitz und Müritz verantwortlich. Dabei gilt es, die medizinische Notfallversorgung von über 150.000 Einwohner und jährlich mehrere tausend Urlauber und Pendler sicherzustellen. Hierfür hält unser Kreisverband zwölf moderne Rettungswachen vor, an denen 120 Rettungssanitäter und Rettungsassistenten arbeiten. Die notärztliche Versorgung wird im größten europäischen Seengebiet durch 40 hauptamtliche und nebenberuflich arbeitenden Notfallmedizinern gewährleistet. Sie rücken mit den Notarzteinsatzfahrzeugen von den Rettungswachen in Bollewick, Friedland, Neustrelitz, Malchow, Waren (Müritz) und Wesenberg aus. Hinzu kommt tagsüber der Rettungshubschrauber Christoph 48, der jährlich vom Standort Neustrelitz über 1.000 Einsätze fliegt. Auch wenn die Mecklenburgische Seenplatte sich als klassisches Flächenland mit langen Anfahrtswegen darstellt, kann der DRK-Rettungsdienst in den Landkreisen Müritz und Mecklenburg-Strelitz in 92 Prozent die Einsatzorte innerhalb von 13 Minuten erreichen. Daraus resultiert, dass die gesetzlich vorgegebene Hilfsfrist von zehn Minuten im Jahresdurchschnitt eingehalten werden kann. Mehrmals am Tage hört und sieht man die Rettungsfahrzeuge des Deutschen Roten Kreuz, wie sie sich ihren Weg durch den Berufsverkehr bahnen. Mit Blaulicht und Sondersignal eilen sie an der Mecklenburgischen Seenplatte zu Notfalleinsätzen zwischen Müritz und Feldberger Seenlandschaft. Diese passieren aber nicht nur am Tage. Auch zu nachtschlafender Zeit müssen die Notärzte und Rettungsassistenten der zwölf DRK-Rettungswachen im Müritzkreis einsatzbereit sein. Während die normale Bevölkerung in festen Träumen schlummert, schrillen in einer der DRK-Rettungswachen die Funkmeldeempfänger. Eine ältere Frau klagt über Herzschmerzen. Details und die genaue Adresse stehen auf einem Alarmfax. Die vier diensthabenden Männer des Roten Kreuzes eilen zum Rettungswagen und dem modernen Notarzteinsatzfahrzeug. In Sekunden müssen sie sich auf dem bevorstehenden Einsatz konzentrieren. Es sind erst 49 Sekunden vergangen, seit dem die Pieper den Einsatz verkündeten, als die Blaulichter des Rettungswagen und des Notarzteinsatzfahrzeugs die Dunkelheit durchbrachen. Menschenleer, kein Auto auf der Straße – so präsentierte sich das nachtschlafende Städtchen um 3:47 Uhr den Rettungsdienstlern. Weitere drei Minuten später erreichte das Rettungsteam den Neubaublock. Alles dunkel bis auf eine Wohnung, die beleuchte ist. Die Tür steht bereits auf. Der Ehemann der um Luft ringenden Patienten ruft die Rotkreuzler in Schlafzimmer. Schnell und routiniert wird die ältere Frau versorgt und stabilisiert. „Wir bringen sie jetzt in die Notaufnahme“, beruhigt der diensthabende Notarzt den Gatten der Patientin. Es ist ein Einsatz, wie er nahezu jede Nacht in der Region passiert.




