DRK-Rettungsdienst nach DIN ISO 9001:2008 zertifiziert
Über Jahre hat sich das Deutsche Rote Kreuz im Rettungsdienst und qualifizierten Krankentransport in den Landkreisen Mecklenburg-Strelitz und Müritz etabliert. Leistungen, Qualität und ein hohes Gefühl an Sicherheit überzeugten auch Jahre nach der politischen Wende und den stetig wachsenden Standards. „Wir haben schon immer ein hohes Niveau in der Notfallrettung und in der Beförderung von Patienten gehabt“, erklärte der stellvertretende Geschäftsführer des DRK KV Mecklenburgische Seenplatte, Ronny Stier.
„Doch man kann sich nicht immer nur selbst prüfen.“ Fast zwei Jahre arbeitete der DRK Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte e.V. mit den beiden erfahrenen Rettungsassistenten Torsten Lohmann und Dirk Dentzer an einem Qualitätsmanagement. Diese harte Arbeit sollte jetzt Früchte tragen. Die zwölf DRK-Rettungswachen in den Landkreisen Mecklenburg-Strelitz und Müritz haben sich jetzt durch die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS) bestätigen lassen: „Führungs- und Kernprozesse werden der hohen Norm der DIN EN ISO 9001: 2008 gerecht.“ Hierfür überprüfte Cornelia Peter, QM-Systemmanagerin aus Berlin, vier Tage lang den Rettungsdienst sowie den Krankentransport auf Herz und Nieren. Beginnend mit der morgendlichen Überprüfung der Rettungsmittel begleitete die Auditorin die tägliche Arbeit der Rettungsdienstler und Notärzte auf den Rettungswachen in Neustrelitz. Anhand standardisierter Richtlinien werden täglich mit der Dienstübernahme alle medizinischen Geräte sowie die Notfallkoffer überprüft. „Wir machen eigentlich jetzt nichts anderes“, erläutert die ärztliche Leiterin Dr. Claudia Schafranka die Abläufe. „Wir hatten schon immer ein sehr hohes Niveau.“ Durch die Einführung des Qualitätsmanagement wurden aber viele Handlungsabläufe strukturiert und somit optimiert. Bereits wenige Minuten nach den letzten Tests schrillten die Funkmelder in der Rettungswache. Das Alarmfax gab die nötigen Informationen auf Papier aus. Ein internistischer Notfallrief die Besatzung des RTW auf den Plan. Diesmal begleitete Cornelia Peter die Alarmfahrt. „Ich will die Kommunikation untereinander, das Zusammenspiel und die Handlungsabläufe überprüfen“, so die Qualitätsmanagerin. Routiniert wurde dieser Einsatz abgearbeitet. „Die Einsätze und die abschließende Dokumentation wurden fehlerfrei abgearbeitet“, äußerte sich Cornelia Peter zufrieden. Auch die Rettungshubschrauberstation nahm die Auditorin genau unter die Lupe. Hier ließ sich Peter die Ausstattung und das Zusammenspiel zwischen DRK und ADAC erklären. In ausführlichen Gesprächen mit dem Rettungsdienstpersonal und nach Sichtung der Rettungswachen und nötigen Unterlagen konnte Cornelia Peter eine positive Empfehlung zur Zertifizierung des DRK-Rettungsdienstes an der mecklenburgischen Seenplatte bescheinigen. „Die Leitbilder des Deutschen Roten Kreuz, die Qualitätsrichtlinien, Fortbildungen und Zusatzausbildungen sowie die Fahrzeugnormen entsprechen geltenden DQS -Richtlinien.“ Somit wacht das das Sicherheitsnetz des Qualitätsmanagement über den DRK-Rettungsdienst, denn die externen Überprüfungen werden regelmäßig fortgeführt. Durch die Zertifizierung liegt der DRK-Rettungsdienst über den gesetzlich vorgeschriebenen Normen und birgt somit für hohe Sicherheit in der Notfallrettung und patientengerechte qualifizierten Krankentransport.
„Wir stellen uns nicht der Zertifizierung, um ein Gütesiegel zu bekommen“, erklärte Uwe Jahn, Geschäftsführer des DRK Kreisverbandes Mecklenburgische Seenplatte e.V. während der jährlichen Überprüfung des Rettungsdienstes in den Landkreisen Müritz und Mecklenburg-Strelitz. „Vielmehr geht es hier darum, unseren hohen Standard zu erhalten und zu fördern.“ Seit dem vergangenen Jahr sind die elf Rettungswachen des Deutschen Roten Kreuzes an der mecklenburgischen Seenplatte durch die Deutsche Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS) mit dem Qualitätsnachweis nach europäischer Norm DIN ISO 9001:2008 zertifiziert. Die hohen Anforderungen werden aber nicht nur einmal getestet, sondern jährlich durch das unabhängige Unternehmen überprüft. So auch an drei Tagen der vergangenen Woche. Wiederum besuchte Cornelia Peter, Qualitäts-Systemmanagerin aus Berlin, die Rotkreuzler, um sie auf Herz und Nieren zu testen. In diesem Jahr stand neben den Rettungswachen in Friedland, Feldberg und Mirow auch die Verwaltung in der Neustrelitzer Lessingstraße auf dem Audit-Plan. Hier musste die Geschäftsführung belegen, wie sie die anspruchsvolle Aufgabe der Notfallrettung und des qualifizierten Krankentransports sicher stellt. Neue zweckmäßige Wachen, moderne Rettungsmittel und gut ausgebildetes Personal konnte das Leitungsteam um Uwe Jahn der DQS vorweisen. Und auch in den Rettungswachen wurde Qualität bewiesen. „Wir haben gestern acht Notfalleinsätze erfolgreich abgearbeitet“, wurde die diensthabende Schicht während der morgendlichen Übergabe eingewiesen. „Die Auswertung der Einsätze nutzen wir gleichzeitig als interne Weiterbildung“, erläuterte Friedlands Wachleiter Fred Dettmann das Ritual. Ebenso obligatorisch ist die Fahrzeugüberprüfung für die Rettungsdienstler. Diese Vorgänge beobachtete Cornelia Peter mit Argusaugen. In gemeinsamen Gesprächen gab sie weitere nützliche Tipps für die Verbesserung der Handlungsabläufe im Rettungsdienst. Und letztendlich konnte sie auch in diesem Jahr dem DRK Rettungsdienst zwischen Feldberger Seenlandschaft und Müritz den hohen Standard der europäischen EU-Norm zertifizieren.




