Ausflug in das Mecklenburgische Kutschenmuseum

Hätten Sie gewusst, welche Vielfalt an Kutschen es  in der Zeit zwischen 1800 und 1950 gab?
Reisekutschen, Kirchenkutschen, Sonntagskutschen, Omnikutschen, Postkutschen, Müllkutschen, Viehtransportkutschen, Abdeckerkutschen, Umbaukutschen, um lästige Passagiere zu vermeiden, Doktorkutschen, Krankentransportkutschen, Sargkutschen, Folgekutschen für den Sarg, Bierflaschenkutschen, Damenkutschen, Königskutschen, kleine Kutschen für enge Gassen, Jägerkutschen mit Hundeaufbewahrungsbox, Behindertenkutschen, die man indoor auch zum Rollstuhl umfunktionieren konnte, Feldküche- und Transportkutschen während der beiden Weltkriege, Feuerwehrkutschen, Kinderkutschen, die von Ponys oder Ziegen gezogen wurden und Spazierkutschen, deren Sitze nur zu einer Seite zeigten, um zum Beispiel eine Küste besser betrachten zu können. Kleinkinder spielten mit Tretkutschen, daraus wurden die heutigen Tretautos. Bei Pferdeschlitten ist die Vielfalt nicht ganz so groß: Damenschlitten, Eisschlitten,… . Aber das führt jetzt  zu weit!
Wir erfuhren außerdem, wie die Wörter „Kutsche“ und „Post“ entstanden sind und dass das Sprichwort „Es läuft wie am Schnürchen.“ der Kutscherszene entstammt.  

Wir- das sind sechs Senioren aus dem DRK Pflegeheim „Müritzblick“ mit ihren Betreuerinnen Frau Mehlhorn und Frau Maaß sowie fünf Schüler der Klasse 9a aus dem Sonderpädagogischen Förderzentrum „Pestalozzi“ Waren. Im Rahmen unseres Generationsprojekts besuchten wir am 30.4.2019 das Mecklenburgische Kutschenmuseum in Kobrow bei Sternberg. Wir trafen dort auf ein freundliches Mitarbeiterteam und einen Herrn in vornehmer Kutscheruniform, der uns sehr unterhaltsam durch die Ausstellung führte. Nicht zuletzt sorgte auch das sonnige Wetter dafür, dass dieser Ausflug für jung und alt zu einem schönen Erlebnis wurde.

Zurück