Blutspender geehrt

 

„Es ist nicht einfach Blutspenden zu bekommen, denn der Lebenssaft ist immer noch das einzige, was wir nicht künstlich herstellen können“, erklärte Uwe Jahn am Dienstagabend in Neustrelitz. „Sie haben ihr Wertvollstes, nämlich ihr Blut, gegeben“, so der Geschäftsführer des DRK Kreisverbandes Mecklenburgische Seenplatte e.V.. Gemeinsam mit Iris Kraus vom Neubrandenburger Blutspendeinstitut begrüßte Uwe Jahn zahlreiche Frauen und Männer aus der Region Mecklenburg-Strelitz, die kontinuierlich über viele Jahre zur ehrenamtlichen Blutspende gegangen sind. Insgesamt 64 Strelitzer konnten jetzt durch das Rote Kreuz für ihre Leistungen ausgezeichnet werden. „Darunter sind viele mit 25, 50 und 75 abgegebenen Transfusionseinheiten“, erläuterte Uwe Jahn.

Doch an diesem Abend sollte es noch eine Premiere für den Rotkreuzler geben, der derartige Auszeichnungsveranstaltungen bereits über viele Jahre begleitet. „Eine Auszeichnung für 200maliges Blutspenden ist für mich auch gänzlich neu“, staunte Uwe Jahn, als er Gernolt Müther zur Gratulation aufrief. „Ich gehe seit vielen Jahren zur Plasmaspende, die man in kürzeren Abständen mach kann“, erklärte der Ihlenfelder und erntete für seine Leistungen den verdienten Respekt der Anwesenden. Nicht verwunderlich, denn alle wussten, wie wichtig die Blutspenden sind. Sie alle gehören nämlich zu jenen 49 Prozent der Deutschen, die zur Blutspende gehen, um Menschenleben zu retten. „Über die Hälfte aller Bundesbürger im spendenfähigen Alter waren noch nie bei einer Blutspende“, erklärte Uwe Jahn. Aber nicht nur Jubilare sollten in dieser Woche geehrt werden. Es gibt auch immer wieder Menschen, die ihre jahrelange Spenderkarriere beenden müssen. So auch Volker Kreienbrink, der mit emotionalen Versen einen Rückblick auf seine Anfänge und Motivationen als Blutspender zurückblickte. Bei einem gemeinsamen Abendessen kamen die Frauen und Männer schnell ins Gespräch und konnten auch auf fachliche Fragen kompetente Antworten bekommen. Im Jahr 2016 konnten bis zum 30. September 2043 Bluttransfusionseinheiten an 44 Terminen im Altkreis Mecklenburg-Strelitz gewonnen werden. „Erfreulich ist auch die hohe Zahl der Erstspender, die derzeit bei 108 Frauen und Männern liegt.

Zurück