Blutspenderehrung auf der Müritz

 

„Es ist eine schöne Tradition, Danke zu sagen. Danke dafür, dass sie allesamt schon zahlreiche Menschenleben durch ihren ehrenamtlichen Einsatz gerettet haben“, begrüßte Uwe Jahn am Freitagnachmittag 69 Frauen und Männer auf dem Warener Fahrgastschiff „Fontane“. „Sie allesamt sind jahrelange Blutspender und ich muss ihnen sicher nichts über die Wichtigkeit ihres Engagements erzählen“, so der Geschäftsführer des DRK Kreisverbandes Mecklenburgische Seenplatte e.V., der dennoch einige Zahlen und Fakten präsentierte. Insgesamt werden jährlich fünf Millionen Bluttransfusionseinheiten deutschlandweit benötigt. „Sicher denkt jetzt jeder an schwere Unfälle, aber der größte Blutbedarf liegt die Krebsbehandlung“, erklärte Jahn und blickte auf die Müritzer Zahlen aus dem zurückliegenden Jahr. Zu den 113 Blutspendeterminen in Penzlin, Rechlin, Röbel/Müritz und Waren (Müritz) kamen 5.766 Spendewillige.

„Darunter waren auch 424 Erstspender“, freute sich der Rotkreuzler. Jene Frauen und Männer, die mit einer Schiffstour über die Müritz und einem reichhaltigen Abendbüfett geehrt wurden, gehören mittlerweile zu den Dauerspendern. 34 von ihnen wurden für 25, 14 Ehrenamtliche für 50, acht Spender für 75 und sechs Frauen und Männer für 100 Blutspenden geehrt. „Vier weitere Ehrungen haben wir noch und das sind Blutspender, die 125 Mal unentgeltlich ihren Lebenssaft gaben“, bat Uwe Jahn die Ehrenamtlichen in die Schiffsmitte. Unter ihnen war auch Karl Wisnia, der jahrelang hauptberuflich Lebensretter war. Der 69-jährige Warener arbeitete seit den 70iger Jahren im Müritzer Rettungsdienst und eilte unzählige Male mit Blaulicht zu Notfällen. „So bin ich auch zur Blutspende gekommen“, erinnerte sich der Rentner, der weiterhin regelmäßig zur Blutspende gehen will. „Wenn man bedenkt, dass der menschliche Körper etwa sechs Liter Blut hat, dann haben wir Herrn Wisnia schon zehnmal leer gepumpt“, lachte Uwe Jahn, der seinem ehemaligen Mitarbeiter ebenso wie den anderen Lebensrettern dankte. Dank galt es auch den drei Frauen und Männern zu sagen, die ihre Blutspenderkarriere aus gesundheitlichen oder altersbedingten Gründen an den Nagel hängen mussten.

So blickte Arno Boelter der Feierstunde mit einem lachenden und einem weinenden Auge entgegen. Der Warener zählt mittlerweile 74 Lenze und verabschiedete sich mit stolzen 100 Blutspenden. „Das sind fünf große Wassereimer voll mit Blut und sie haben damit sicher 100 Menschen das Leben gerettet“, honorierte Uwe Jahn den Einsatz des Seniors. Während das Fahrgastschiff „Fontane“ über die Müritz bis nach Röbel und wieder zurück nach Waren schipperte, nutzten die Gäste die dreistündige Fahrt für angeregte Gespräche. Die nächsten Blutspendetermine gibt es bereits am 22. Mai in Malchow und am 31. Mai in Waren (Müritz).

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