DRK Fahrradtour 2018

 

Manche sehen ja die 13 als Unglückszahl und auch der DRK Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte e.V. hatte vorerst so seine Bedenken, ob die diesjährige ZweiRadTour um die Müritz an den Erfolg der vorangegangenen Veranstaltungen anknüpfen kann. Durch die Verwaltung des Müritz-Nationalparkamtes wurde die geplante Durchfahrt von  Speck nach Boek nicht genehmig. „Durch die vielen Fahrradfahrer werden die Tiere gestört“, hieß es in der Begründung. Kurzerhand wurde die Strecke gekürzt und der offizielle Start erfolgte nicht wie in den zwölf vorrangegangenen Jahren vom Volksbad Waren (Müritz) sondern von Boek. Und hier trafen sich 401 Fahrradfahrer, die gemeinsam die 60 Kilometer lange Strecke nach Waren (Müritz) bewältigen wollten.

Und auch Klärchen gesellte sich zur Truppe und heizte den Teilnehmern bereits vor dem Start ordentlich ein. „Wir haben in Rechlin, Röbel/Müritz und Sietow Verpflegungsstationen.  Trinkt ausreichen und ich wünsche uns eine unfallfreie und entspannte Fahrt bis zum Volksbad“, schickte Ronny Möller vom Org-Team das große Feld, das sich aus Teilnehmern vom Kindes- bis zum Seniorenalter zusammensetzte, auf die Strecke. Als erste Etappe wurde Rechlin angesteuert, um hier einen kurzen Getränkestopp einzulegen und weitere Teilnehmer in die Gemeinschaft aufzunehmen. Bis zum Röbeler Hafen radelte der Fahrradtross, der bei hochsommerlichen Temperaturen nicht gegen die Kilometer, sondern gegen sengende Hitze zu kämpfen hatte. Aber auch in der kleinen Müritzstadt, wo Nudeln mit Tomatensauce, ein deftiger Eintopf und frisches Obst auf die Teilnehmer als Mittagsversorgung wartete, nutzten gut 50 Sportfreunde die Möglichkeit, zum Einstieg in den Korso. „Ich bin überrascht, dass das DRK so eine schöne Tour organisiert“, staunte Winfried Hertwig, der als Urlauber seiner Familie in Röbel übernachtet. Gerne steckte er zehn Euro in die Spendenbox, die traditionell an gemeinnützige Projekte übergeben wird. Weiter über Gotthun und Klink steuerte die DRK ZweiRadTour das Warener Volksbad an. Doch vorerst stiegen in Sietow Dorf zahlreiche Familien in den Fahrradkorso ein. Gestoppt wurden die Radler vorerst in Klink. Zwischen Müritzufer und dem Schlosshotel wartschelten Gänsefamilien permanent von links nach rechts und wieder zurück und hatten scheinbar Freude daran, die Fahrradfahrer aufzuhalten. Die nahmen es aber gelassen und zückten die Handys für einige Schnappschüsse.

Erschöpft, aber gesund, munter und stolz auf die gebrachte Leistung, radelten am Nachmittag insgesamt 507 Teilnehmer durch das Ziel am Warener Volksbad. Bei einem zünftigen Sattelfest präsentierte Uwe Jahn, Geschäftsführer im DRK Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte, auch weitere Zahlen. „Insgesamt wurden 27.450 Kilometer zurückgelegt. 3.224,75 Euro wurden als freiwilliges Startgeld gespendet und weitere Zuwendungen rundeten die Summe auf 3.750 Euro auf“, so Uwe Jahn. Von diesem Geld werden die Kinder- und Jugend-Verkehrserziehung der Verkehrswacht MST, die ambulante und stationäre Hospizarbeit an der Seenplatte sowie die Hansetour Sonnenschein profitieren.

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