Erkundungstour: der Tierpark Neustrelitz

 

„Die Polizei, dein Freund und Helfer“, dieses Zitat wurde erneut in Neustrelitz erfolgreich umgesetzt. In altbewährter Weise trafen sich am Dienstagvormittag angehende Beamte der Bundespolizei des ersten Ausbildungsjahres gemeinsam mit Neustrelitzer Senioren, um gemeinsam Zeit zu verbringen und voneinander zu lernen. Unser DRK-Fahrdienst organisierte hierfür den Transfer von 23 Bewohnern des Luisendomizils, einigen Angehörigen sowie Mitarbeitern des Betreuungsteams der Neustrelitzer Pflegeeinrichtung in den Tiergarten. Hier warteten bereits die jungen Frauen und Männer der Bundespolizei, um eine praktische Unterrichtseinheit zum Thema „Soziales Lernen“ zu absolvieren.

Für zwölf Anwärter und zwei Ausbilder hieß es: „an die Rollstühle und das Areal mit Affen, Ziegen und anderen zwei bis vierbeineigen Kollegen zu erkunden“. Feinfühlig und gesprächsbereit zeigten sich die Auszubildenden und gingen ohne jede Scheu auf die Senioren, die größtenteils immobil waren, zu. Gemeinsam erforschten sie die einzelnen Freigehege, fütterten die Tiere und kamen schnell ins Gespräch. So erfuhren die zukünftigen Polizisten, dass Selbstbestimmung und aktive Gestaltung des Lebens für die Senioren wichtig ist und durch die Mitarbeiter im Luisendomizil täglich umgesetzt wird. „Natürlich gehört ein fester Tagesrhythmus in die Pflegeeinrichtung, aber die individuellen Wünsche zu erfüllen, ist ebenso wichtig“, erklärte eine Betreuerin. Akribisch schrieben sich die Bundespolizisten die Infos in ihre Notizblöcke. Auch das Thema Demenz, das Leben und der Umgang mit dieser sich ausbreitenden Krankheit, wurden an diesem Vormittag besprochen. Für die meisten der Azubis eine ganz neue Erfahrung, für unsere Bewohner erneut ein abwechslungsreicher Tag. Während sich unsere Bewohner noch lange an die Schaufütterung und an die unterhaltsame Begleitungen erinnern werden, sind die Bundespolizisten um einige Erfahrungen aus dem sozialen Leben reicher. „Wir werden das mit Sicherheit verinnerlichen und im späteren Leben berücksichtigen“, so die einhellige Meinung.

 

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