Finissage im Hospiz

 

Ein Jahr ist es jetzt bereits her, dass im Neustrelitzer Luisendomizil mit der Aktion „Kunst im Leben“ die bereits vierte Ausstellung regionaler Künstler im Hospiz eröffnet wurde. „Zahlreiche Besucher standen seitdem vor den Gemälden, Fotos und Skulpturen, die unsere Räume erhellten“, freute sich Pflegedienstleiterin Yvonne Neumann bei der gestrigen Finissage. „Mit Kunst im Leben wollen wir Menschen verbinden, erfreuen und auf das Leben und die Arbeit im stationären Hospiz aufmerksam machen“, ergänzte Yvonne Bendrich, die als Sozialarbeiterin im Hospiz arbeitet. Zu Gast in der Pflegeeinrichtung waren am gestrigen Vormittag die Künstler Jutta Brandt, Andrea Knapp und Thomas Oppermann, die ihre ausgestellten Werke wieder abholen wollten. Aber nicht alle. Denn einige der Werke wurden an interessierte Besucher der Galerie veräußert. „Die Hälfte des Erlöses spenden wir dem stationären Hospiz in Neustrelitz“, erklärte Andrea Knapp, die sich eng mit der Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes in Sachen Hospizarbeit verbunden fühlt. „Man hatte vorher wirklich Berührungsängste, die konnten mir das Team und die Bewohner nehmen“, so die Künstlerin, die sich auch in der DRK-Theatergruppe engagiert und unter anderem Auftritte im Luisendomizil hatte.

Auch Jutta Brandt befasste sich gezielt mit dem Thema „Leben, Sterben, Tod und Trauer“ und entwickelte eigens für die Ausstellung verschiedene Bilder. Ebenso erging es Fotograf Thomas Oppermann, der mit seinen Bildern stimmungsvolle Szenen eingefangen hat. Mit der Finissage wurde zwar der Weg für eine weitere Ausstellung „Kunst im Leben“ freigemacht, aber es bedeutet nicht das Ende der Zusammenarbeit zwischen den Künstler der vierten Runde und dem DRK. „Wir wollen mit unseren Arbeiten die Hospizarbeit weiterhin unterstützen“, so Andrea Knapp. Als vierter Künstler stellte Mario Knobloch einen Teil seiner Werke zur Verfügung. Leider verstarb der Keramiker kurz vor der Vernissage, aber seine Ehefrau Undine Gipp-Knobloch führte die Aktion im Namen des Künstlers fort.

 

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