11. Regionale Fachtagung

Ein ganz normaler Abend in einer ganz normalen Familie. Mit einem rosa Spielzeugpferd folgt die zehnjährige Johanna den Rufen ihrer alleinerziehenden Mutter zum Abendessen. Bereitwillig lässt sich Hanni auch noch ihre langen Haare kämmen. Dies war die erste Szene, die 170 Teilnehmer der 11. Regionalen Fachtagung, die in Kooperation zwischen dem Müritz-Klinikum und dem DRK Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte e.V.  am 08. und 09.Oktober 2014 in Klink veranstaltet wurde, von einer kleinen Theatergruppe zu sehen bekamen. Aufgeführt wurde dieses Laienstück von Mitarbeitern der Röbeler Psychiatrie.Ganz zur Begeisterung der Anwesenden Fachleute, denn „Der haarige Weg zum Glück“ zeigte die wachsenden Probleme der heranwachsenden Johanna. In der folgenden Szene ist die kleine Hanni gar nicht mehr so kleine und mitten in der Pubertät. „14 Jahre schon und bald Jugendweihe“, säufst die Mutter und das traditionelle Abendessen verläuft gar nicht mehr so harmonisch. Im nächsten Kapitel ist das Kind bereits ein 18-jähriger Teenager, dessen Probleme sich mehren. Stress mit Freunden und der Mutter sucht Johanna schließlich um den Rat in der psychiatrischen Abteilung des Müritzklinikums. Dieses kurzweilige Stück war zwar frei erfunden, kann sich aber dennoch überall abspielen. Aus diesem Grund befasst sich auch die jüngste Fachtagung mit dem Thema: psychische Störungen, die zwischen Pubertät und reifer erwachsender Persönlichkeit auftreten. Unter dem Arbeitstitel „Alt genug aber ausgebremst – psychisch krank in der Adoleszenz“ wurde in verschiedenen Workshops und Vorträgen dieses wachsende Problem aufgegriffen. „Der Bedarf an Behandlung und Betreuung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher ist ungebrochen, daher haben wir erstmailg unsere Fachtagung auf zwei Tage verlängert“, erklärte Carsten Krüger als Kaufmännischer Direktor im Müritz-Klinikum. Um der Sensibilität des Themas gerecht zu werden, setzt die Müritzer MediClin auf Kooperationspartner, die gemeinsam ein starkes Netzwerk zur Versorgung der Betroffenen Jugendlichen und Familien aufbauen können. „Hier haben wir im DRK Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte e.V. einen starken Partner gefunden“, so Carsten Krüger. Nicht nur, dass man bereits die zweite Fachtagung gemeinsam organisiert hat, in Zukunft wollen die Kooperationspartner Hindernisse in Finanzierungen und Strukturen aus dem Weg räumen und Vorreiter in einer lückenlosen Betreuung von psychisch Erkrankten in der Adoleszenz gewährleisten.

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