27 neue AED beschafft

 

Noch ist es ruhig am Warener Badestrand, der zum Campingplatz Ecktannen gehört. Die Rettungsschwimmer Karl Schünzel und Lennart Knust haben ihren Rettungsturm einsatzklar gemacht und die Fahne der Wasserwacht gehisst. Es ist kurz nach 10 Uhr und die Müritz bietet mit 22 Grad Wassertemperatur beste Bademöglichkeiten, dennoch blieben zahlreiche Erwachsene und Kinder fasziniert auf der Wiese stehen und beobachteten das Treiben der Rotkreuzler. Neben Michael Neumann, Leiter der Wasserwacht, fanden sich weitere fünf Rettungsschwimmer der Müritzer Wasserwacht unterhalb des Rettungsturmes ein. „Das ist ein AED“, flüsterte eine Urlauberin und kam mit den Rettern ins Gespräch.

„Wir rüsten alle von uns abgesicherten Strände mit automatischen externen Defibrillatoren aus“, klärte Michael Neumann auf. Nach einer kurzen Einweisung, „diese AED sind auch für die Laienhilfe konzipiert und sind völlig selbsterklärend“, musste ein Dummy als bewusstlose Person herhalten. „Ihr verfahrt nach dem Standardprinzip und parallel kommt der AED zum Einsatz“, unterrichtete Michael Neumann. So setzte Lennart Knust bereits den Notruf ab, während Yannick Lauermann die Herzdruckmassage durchführte. Immer mehr Badegäste wurden auf das Szenario aufmerksam und verfolgten das Treiben der Rettungsschwimmer. Auch etliche Kinder gesellten sich in die Runde. „Ihr könnt auch schon helfen, wenn es jemanden nicht gut geht“, ermutigte Michael Neumann die Lütten und erklärt, dass lediglich das Nichtstun falsch ist. Unterdes klappte Lennart Knust den AED auf und folgte den Anweisungen die aus dem kleinen Lebensretter angesagt wurden. Zwei Elektroden wurden auf dem Oberkörper des vermeintlichen Bewusstlosen geklebt und schon startete das Gerät eine Analyse. „Schock auslösen“, schallte es aus dem externen Defibrillator.

„Alle weg vom Patienten, Schock“, mit einem Druck auf eine blinkende Taste löste der Rettungsschwimmer den lebensrettenden Stromstoß aus. „Der AED erkennt, wenn ein Kammerflimmern am Herzen vorliegt, dann wird auch der Schock empfohlen“, erklärte Michael Neumann. Teamweise, wie es auch bei einem echten Einsatz sein wird, spielten die Rettungsschwimmer die Reanimation unter Hilfe eines automatischen externen Defibrillators durch und zeigten, dass sie im Notfall Leben retten können. Insgesamt beschaffte der DRK Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte e.V. mit Fördermittel „Defi-Aktion“ des Landes MV 27 solcher Lebensretter, die an den Stränden, auf den Rettungsbooten sowie weiteren Einrichtungen in der Mecklenburgischen Seenplatte eingesetzt werden können.

 

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