Gemeinschaftliches Ausbildungswochenende

Die Jugend des Deutschen Roten Kreuzes aus dem Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte e.V. stellte sich diese Frage in den letzten Wochen mehrfach. Sie wurden öfter gefragt, ob man was für die Flüchtlinge in der Stadt Neustrelitz und im Landkreis machen kann.

Einige Mitglieder des JRK’s beteiligen sich schon länger an den Angeboten des Café Cabanas in Neustrelitz. Sie besuchen regelmäßig die dortigen Freitags-  Veranstaltungen und hatten schon Kontakte zu Flüchtlingen geknüpft. Darum traf man sich mit dem Projektteam des Café Cabanas, um Wege und Möglichkeiten abzusprechen.

Die jungen Sanitäter und Rettungsschwimmer boten an, ihre Veranstaltungen und Aktivitäten den Flüchtlingen zu öffnen. Diese Idee wollte man dann auch gleich umsetzen.

Ein Ausbildungswochenende war für die Schulsanitäter, die Jugendrotkreuzler und die Jungen Rettungsschwimmer vom Freitag den 08. Januar bis zum 10. Januar  2016 geplant.

Die Jugend des DRK’s stellten ihre Aktivitäten Freitagnachmittag den Flüchtlingen im Café Cabana vor. Viele Gespräche wurden an diesem Nachmittag geführt und allerlei Fragen beantwortet. Das Angebot der Jungen Sanis traf auf ein großes Interesse.

Die JRK’er sprachen die Einladung aus, “Besucht uns doch und schaut zu was wir tun.” Dieser Aufforderung folgten am Sonnabend dann auch 15 Flüchtlinge aller Nationalitäten.

Sie wurden nach ihren Interessen gefragt und dann auf Teams der JRK’ler aufgeteilt. Mit diesen zusammen durchliefen sie dann die fünf Ausbildungsstationen an diesem Tag. Den Ausbildungsthemen Reanimation, das Auffinden einer verletzen Person, Hygiene und der gesunden Ernährung folgten sie aufmerksam. Je nach Interesse und Verständigung folgten sie den Ausführungen oder beteiligten sich an den Übungen.

Gleichzeitig hatten die Jungen Menschen einen Workshop mit dem Thema “Asyl ist ein Menschenrecht” aufgemacht. In diesen Gesprächsrunden trafen sich die Jungen aus Neustrelitz mit den Flüchtlingen und tauschten sich aus. Sie versuchten sich gegenseitig Fragen zum Leben, zur Herkunft, zu den Interessen und vielem mehr zu stellen.

Hier stellten sie dann fest, dass es gar nicht so einfach ist, sich ohne Dolmetscher zu verständigen. Aber mit viel Arrangement, Händen und Füßen klappte die Verständigung mehr oder weniger gut. Auch das Schulenglisch half dabei. Natürlich wurden  Alma Bandemer und Lea Rauch bewundert für ihre guten Sprachkenntnisse und gerne zum Dolmetschen aufgefordert.

Auch die Flüchtlinge merkten schnell dass sie ohne Sprachkenntnisse nicht sehr weit kommen. Aber alltägliche Arbeiten wie das Zubereiten von Lebensmitteln und auch die praktischen Übungen gelangten dann doch schon ganz gut.

Trotzdem hat es allen gefallen und man nahm sich vor, so etwas zu wiederholen.

                                                                                          Torsten Krüger

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