Literweise Blut gespendet

 

Bei allem Fortschritt in der Forschung ist Blut noch immer nicht künstlich herstellbar und bleibt damit unersetzlich. „Aus diesem Grund sind wir auf sie als Blutspender angewiesen“, erklärte Uwe Jahn am Mittwochabend in der Neustrelitzer Lessingstraße. Der Geschäftsführer des DRK Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte e.V. begrüßte gemeinsam mit Dr. Kirstin Stüpmann vom Blutspendeinstitut zwei Dutzend Frauen und Männer, die über viele Jahre unentgeltlich Blut gespendet haben. Über die Notwendigkeit der freiwilligen Blutspende waren sich die Anwesenden zwar einig, dennoch unterstrich Uwe Jahn die Wichtigkeit dieses Ehrenamtes. „Blutkonserven werden täglich gebraucht, um Menschenleben zu retten. Sei es bei Krebserkrankungen oder Operationen“, so Uwe Jahn. Der Bedarf an Blutkonserven blieb über die Jahre konstant, doch seit knapp zehn Jahren stagniert die Blutspende. „Die Erstspender sind in den vergangenen Jahren um 62 Prozent zurückgegangen. Dem müssen wir entgegensteuern“, erläuterte Kirstin Stüpmann.

So versuchte man in Mecklenburg-Vorpommern, den Bedarf an Blutkonserven zu reduzieren. „Präventiv werden Eigenblutspenden und Eisenpräparate eingesetzt und Operationsmetoden angewandt, bei denen der Blutverlust reduziert werden kann“, so die Medizinerin. Dennoch kann man nicht gänzlich auf die Spender verzichten und so folgte man gerne der Tradition, langjährige Spender auszuzeichnen. Unter ihnen waren zahlreiche Ehrenamtliche, die für 25, 50 und 75 unentgeltliche Blutspende ausgezeichnet wurden. Auch Doris Dallmann und Joachim Kruse konnten ihre Ehrungen entgegennehmen. „Beide haben jeweils 100 Mal den Lebenssaft gespendet.“ Schließlich wurde auch Jens Pollex aus Altstrelitz nach vorne gebeten. „Sie haben 125 Mal Blut gespendet, dafür möchten wir ihnen herzlich Danke sagen“, überreichte Uwe Jahn die Ehrennadel und ein Präsent. Bei einem gemeinsamen Abendessen tauschten sich die Frauen und Männer rege aus und gönnten sich gesellige Stunden.

 

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