Tag der Begegnung im Neustrelitzer Hospiz

Tag der Begegnung im Neustrelitzer Hospiz

Es war der erste „Tag der Begegnung“ im Neustrelitzer Hospiz, das zum neusten Pflegezentrum des DRK Kreisverband Mecklenburgische Seenplatte e.V. gehört. „Es kamen zahlreiche Menschen, die sich über unsere Arbeit im stationären Hospiz erkundigen wollten“ freute sich Pflegedienstleiterin Yvonne Neumann über den regen Zuspruch den dieser Infotag bewirkte.

Und dass es reichlich Klärungsbedarf unter der Bevölkerung gab, zeigten die erstaunten Gesichter der Frauen und Männer, die bei ihrem Besuch ein steriles Sterbehaus erwartet hatten. „Wir sind bei weitem keine Einrichtung zum Sterben, sondern vielmehr eine Herberge, in der die verbleibende Zeit des Lebens sinnvoll und nach eigenem Ermessen genutzt werden kann“, klärte die Sozialarbeiterin des Hauses, Yvonne Bendrich, die Besucher auf.

So verwundert es auch kaum, dass es keine Patienten im Hospiz des Luisendomizils gibt. „Wir betreuen hier Gäste unserer Herberge, was das Wort Hospiz im übertragenen Sinne auch bedeutet“, erläuterte Sascha Zwerg, Leiter der Pflegeeinrichtung die Philosophie des Hauses. Dieser Grundgedanke spiegelt sich auch in der Optik des Hospizes wieder. Helle freundliche Räume, eine große Terrasse entlang des angrenzenden Nadelwaldes und das Klingen des Windspiels, welches durch eine leichte Priese am Fenster tanzt, wirken beruhigend. „Es ist wohnlichen und gemütlich hier.“

Schnell wird die Bestimmung des Hauses für den Betrachter zur Nebensache – Es ist ein Hospiz, das seine Gäste nur für eine begrenzte Zeit beherbergt. Dies aber mit Liebe und dem Bestreben, einen schönen und würdevollen Lebensabend zu ermöglichen. (SR)

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