Training: Eisrettung der Wasserwacht

 

Erst ein leichtes Knirschen, dann bedrohliches Knacken und schon ist es passiert. Was vor wenigen Minuten noch unbeschwerter Winterspaß war, wurde plötzlich zur lebensbedrohenden Gefahr. Ein Teenager ist im Neustrelitzer Stadthafen ins Eis eingebrochen und ruft verzweifelt um Hilfe. Neugierig öffnen Anwohner trotz elf Grad unterhalb des Gefrierpunktes die Fenster und blicken erstaunt auf das Szenarium, bei dem es sich am Samstagvormittag glücklicher Weise nur eine planmäßige und praktische Ausbildung der DRK Wasserwacht handelte. Vom 20 Meter entfernten Ufer eilte ein Rettungstrupp, gesichert mit Leinen, Rettungswesten und Neoprenanzügen, um den vermeintlich Verunfallten zu retten. „Bleiben sie ruhig, wir sind hier und retten sie“, rief Felix Rindt dem Unglücksraben, der von Sven-Erik Holz gemimt wurde, zu. Unterdes schob Joshua Kempfer den beiden ein Rettungsbrett zu. Mit vereinten Kräften konnte der Verunfallte schließlich aus dem Eisloch gerettet werden. „Alleine ist das bei den Temperaturen schier unmöglich“, so die einhellige Meinung der Wasserwachtler.

Aus diesem Grund trotzten zehn ehrenamtliche Retter am Wochenende auch Eis und Kälte und trainierten immer wieder die lebensrettenden Handgriffe, die bei Eisunfällen sitzen müssen. So auch die Knotenkunde. Mit dicken Handschuhen und auch mit eisigen Fingern hieß es Leinenverbindungen und  Sicherungsknoten zu legen, die im Ernstfall über einen glücklichen Ausgang von Rettungseinsätzen entscheiden können. Damit es aber gar nicht erst zu derartigen dramatischen Einsätzen kommt, warnen die Rotkreuzler eindringlich vor dem Betreten von Eisflächen. „Nicht nur der Dauerfrost, sondern zahlreiche weitere Einflüsse sind für die Eisdicke, die je nach Örtlichkeit unterschiedlich ausfällt, verantwortlich“, heißt es seitens der Wasserwacht. Gerade die derzeit schneebedeckten Eisflächen nehmen nicht weiter an Stärke zu und brüchige Stellen sind nur schwer zu erkennen. Im Falle eines Eisunfalls, ist unverzüglich der Notruf 112 zu wählen.

 

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